Kassen Zahnspange

1) Frühkindliche Zahnbehandlung für Kinder zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr

Eine frühkindliche Zahnbehandlung bei schweren Fehlstellungen erfolgt im Normalfall durch abnehmbare Zahnspangen. 

2) Zahnspange für Kinder und Jugendliche zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr 

Wann kann man sich für die neue Leistung anmelden? 
Die kostenfreie Zahnspange gibt es ab dem 1. Juli 2015. 
3) Welche Voraussetzungen müssen für die kostenfreie Leistung erfüllt sein?

  • Der behandelnde Zahnarzt ist ein Vertragspartner für Kieferorthopädie.
  • Der Start der Behandlung (= Einsetzen der Zahnspange) erfolgt vor dem 18. Geburtstag.
  • Die Zähne weisen eine massive Fehlstellung (Schweregrad der Stufen 4 oder 5 auf dem internationalen IOTN-Index) auf.
  • Es werden keine kosmetischen Spangen (z.B. weiße Brackets) verwendet.

4) Muss die Zahnspange bewilligt werden?

Die kostenlose Zahnspange ist bewilligungsfrei, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. 
5) Mein Kind hat bereits eine Zahnspange. Kann man während des laufenden Behandlungsjahres zur kostenfreien Zahnspange wechseln?
Bei einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung nach den alten Bestimmungen ist ein Wechsel am Ende des Behandlungsjahres möglich, wenn die Voraussetzungen für die neue Leistung erfüllt sind. Das heißt: Die Mediziner müssen über die entsprechende Ausbildung verfügen und das Kind muss die entsprechende Zahnfehlstellung der Stufen 4 oder 5 aufweisen. 
6) Darf ein Vertrags-Kieferorthopäde die Behandlung ablehnen?
Die Ablehnung eines Patienten ist nur in sachlich begründeten Fällen möglich. Beispiele: keine freien Termine, mangelnde Mitwirkung des Patienten (z.B. Mundhygiene).
7) Was ist, wenn man nicht zu einem Vertragsarzt gehen möchte? 
Die Zahnspange ist nur bei Vertrags-Kieferorthopäden kostenlos. Nimmt man die Leistung bei einem Kieferorthopäden ohne Kassenvertrag in Anspruch, so leistet die STGKK Kostenerstattung nach den geltenden vertraglichen Tarifen, wenn sowohl Arzt als auch Patient die Voraussetzungen erfüllen. Das heißt: Die Mediziner müssen über die entsprechende Ausbildung verfügen, das Kind muss die entsprechende Zahnfehlstellung der Stufen 4 oder 5 aufweisen und bei Behandlungsbeginn jünger als 18 Jahre sein. Darüber hinaus dürfen keine kosmetischen Spangen verwendet werden. 
In diesem Fall werden Kosten in der Höhe von 80 Prozent des vertraglich festgelegten Tarifs erstattet. Der tatsächliche Kostenersatz hängt von den jeweiligen Behandlungsleistungen ab. 
8) Welche Kriterien muss ein Kieferorthopädie ohne Kassenvertrag erfüllen? 
Bei Wahl-Kieferorthopäden wird die Zahnspange nicht gratis angeboten.
Erfüllt der Arzt aber dieselben Kriterien wie ein Vertrags-Kieferorthopäde, so leistet die STGKK einen Kostenersatz in Höhe von 80 Prozent des vertraglich festgelegten Tarifs. 
9) Wer übernimmt die Kosten, wenn die Zahnspange repariert werden muss?
Für die ersten zwei Reparaturen entstehen dem Versicherten keine Kosten. Sollten weitere Reparaturen notwendig sein, müssen diese vom Krankenversicherungsträger bewilligt werden. 
10) Kann der Kieferorthopäde während der laufenden Behandlung gewechselt werden?
Nur mit Zustimmung des Versicherungsträgers. 
11) Was passiert, wenn das Kind durch Wartezeiten beim favorisierten Kieferorthopäden älter als 18 Jahre alt geworden ist?
In diesem Fall besteht die Möglichkeit, rechtzeitig einen anderen Vertrags-Kieferorthopäden in Anspruch zu nehmen. Sollte das Kind trotz aller Bemühungen zwischenzeitlich 18 Jahre alt geworden sein, kann die Zahnspange nicht kostenlos eingesetzt werden, die Behandlungskosten können leider auch nicht übernommen werden. In diesem Fall wird geprüft, ob ein Anspruch nach der bisherigen Regelung vorliegt – ob ein Kostenzuschuss für eine festsitzende Zahnspange bewilligt werden kann.
12) Was passiert, wenn die Zahnspange nach dem 18. Lebensjahr nochmals angepasst werden muss? Bleibt sie dann kostenlos?
Solange die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist, sind weitere Maßnahmen kostenlos.